GiK - Gewerbeinitiative Kirner Land e.V.

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Unternehmensnachfolge? Mit 40?

Wann sollte man sich Gedanken darüber machen, an wen man nach dem Ausscheiden aus dem Betrieb die Verantwortung übergeben will? Diese und weitere Fragen wurden beim ersten Wirtschaftsstammtisch der Gewerbeinitiative Kirner Land am 26. Februar diskutiert. Als kompetente Ansprechpartner waren die beiden Vereinsmitglieder Michael Kettern (Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung) und Thorben Ehrenberg (Notar) zur Stelle. In ihren Vorträgen gingen sie detailliert auf die rechtlichen und steuerlichen Aspekte der Unternehmensnachfolge ein. Dabei wurde eine Vielzahl von Möglichkeiten der Nachfolgeregelung aufgezeigt. Bei der Abwägung der jeweiligen Vor- und Nachteile gaben beide Referenten eines übereinstimmend zu bedenken: Eine allgemeingültige Musterlösung für die Regelung der Unternehmensnachfolge gibt es nicht. Bei jedem Unternehmen und in jedem Betrieb muss nach einem optimalen Weg für den reibungslosen und steuerlich günstigsten Generationswechsel gesucht werden.

Besonders anschaulich gelang es den Referenten darzustellen, dass man sich über eine Nachfolgeregelung eigentlich gar nicht früh genug Gedanken machen kann:

Wenn beispielsweise ein Firmeninhaber und Familienvater mit minderjährigen Kindern unerwartet ums Leben kommt und keine Nachfolgeregelung getroffen hat, geht das Unternehmen zur Hälfte an seine Ehefrau und zur Hälfte an seine Kinder. Die Ehefrau/Mutter ist trotz Erziehungsberechtigung in diesem Fall nicht voll vertretungsberechtigt, so dass bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres des/der Kinder das Vormundschaftsgericht bei wichtigen Unternehmensentscheidungen (bspw. Verkauf) ein Mitspracherecht besitzt.

Zum Ende seines Vortrages ging Michael Kettern auf die Neufassung des Erbschaftssteuergesetzes ein. Er wies u.a. darauf hin, dass unter steuerlichens Gesichtspunkten von dem sogenannten "Berliner Testament", bei dem Eheleute ihr Vermögen zunächst dem Partner  und nach dem Tode beider den gemeinsamen Kindern vererben, nur abzuraten sei. Weil dasselbe Vermögen zweimal vererbt wird, hält auch der Fiskus, sofern Freibeträge überschritten werden,  zweimal die Hand auf.

Vortragsfolien beider Referenten zum Download (pdf, 102 KB)



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